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Meinungen Ulrich Metschies zu den Sparkassen-Schließungen
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zu den Sparkassen-Schließungen
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20:35 15.05.2017
Von Ulrich Metschies
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Kiel

Sie belegt – für die betroffenen Kommunen sehr schmerzhaft – dass wachsender Kostendruck und verändertes Kundenverhalten die Institute zu Einschnitten zwingen, die vor einigen Jahren unvorstellbar waren.

Dieser Kurs ist bitter, nicht nur für ältere Menschen in Gokels, Holstenniendorf, Reher oder Beidenfleth. Denn die Sparkasse im Dorf gilt trotz Internet noch immer als Kern ländlicher Daseinsvorsorge. Doch dieser Kurs ist auch folgerichtig. Denn mal ehrlich: Wann waren Sie zuletzt in einer Bankfiliale? Für Routine-Geschäfte wie Geldabheben oder Überweisungen brauchen wir keine Menschen mehr vor Ort, da reichen Maschinen. Wenn wir eine Geschäftsstelle aufsuchen – nicht nur den SB-Bereich – dann tun wir das, weil wir kompetente Beratung brauchen in Fragen der Geldanlage etwa oder für eine Immobilienfinanzierung. Diese Kompetenz jedoch kann auch die tollste Bank der Welt flächendeckend nicht mehr bezahlen.

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Die Kräfte bündeln – daran kommen auch die Sparkassen nicht vorbei. Alles beim Alten zu lassen hieße, sich selbst abzuschaffen.

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