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Meinungen Metschies: "Chancen größer als Risiken"
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10:31 01.02.2020
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies kommentiert. Quelle: Frank Peter/Ulf Dahl
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Kiel

Gut ein Jahr lang hatte die Hamburg Commercial Bank nach einem neuen Eigentümer für ihr Kieler Immobilienvermögen gesucht, nun ist das Geschäft perfekt: Seit Freitag gehören die Liegenschaften rund um das Landesbank-Hochhaus am Kleinen Kiel nicht mehr einem Geldhaus im Eigentum angloamerikanischer Finanzinvestoren, sondern einem Immobilienentwickler mit Standorten bei Frankfurt, in München und Berlin.

Noch ist nur in Umrissen klar, was Investa Real Estate mit seinem Erwerb vorhat. Doch schon jetzt deutet sich an, dass die Chancen für die Landeshauptstadt deutlich größer sind als die Risiken. Erstens hat der Käufer zugesagt, seine Pläne eng an den Wünschen der Stadt auszurichten. An dieser Aussage wird er sich messen lassen müssen.

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Neue urbane Dynamik für Kiel

Zweitens: Das, was Investa an „gewerblicher Mischnutzung“ ins Auge fasst, verspricht neue urbane Dynamik in einer der besten Lagen der Stadt und könnte sich hervorragend mit den Investitionen ergänzen, die schon auf dem Weg oder in der Planung sind – mit dem Vorhaben „Kiel Höfe“ als Leuchtturmprojekt. Drittens: Architektonisch kann es keine Risiken geben, weil die Immobilien nur im Innern angefasst werden sollen oder dürfen – wie beim denkmalgeschützten 50er-Jahre-Hochhaus der Fall.

Wäre es nicht wichtiger, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen? Ja, das wäre schön, in dieser Lage und mit diesen Objekten ist es aber unrealistisch. Freuen wir uns, bald auf eine lebendige City-Immobilie zu schauen – statt auf das Monument einer untergegangenen Bank.

Weitere Kommentare finden Sie hier.

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