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Meinungen Ulrich Metschies zum Wohneigentum
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21:54 09.08.2019
Von Ulrich Metschies
Wirtschaftsredakteur Ulrich Metschies Quelle: *
Kiel

Die von Schwäbisch Hall veröffentlichte Studie belegt einmal mehr: Gemessen an der Eigentumsquote leben wir in einem Entwicklungsland.Besorgniserregend ist das vor allem deshalb, weil junge Haushalte in vielen Regionen vom Immobilienmarkt so gut wie abgeschottet sind – sofern ihnen nicht Eltern finanziell unter die Arme greifen.

Das Eigenkapital reicht meist nicht aus

Mit den Preisen für Häuser und Wohnungen ist auch der verniedlichend „Erwerbsnebenkosten“ genannte Ausgabenblock in schwindelerregende Höhen geklettert. Je nach Objekt und Lage können schnell 50000 bis 80000 Euro an Eigenkapital erforderlich sein. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft verfügen hierzulande aber nur zehn Prozent aller Haushalte über Ersparnisse von mehr als 50000 Euro.

Das Baukindergeld verdunstet

Und so geht die Schere immer weiter auseinander. Während die niedrigen Zinsen es einkommensschwächeren Menschen immer schwerer machen, Kapital zu bilden, treiben vermögende Anleger mit renditegetriebenen Immobilienkäufen die Preise in die Höhe. Dieser Effekt in Verbindung mit Gerichts-, Notar- und Maklergebühren sowie Grunderwerbsteuern lässt das Baukindergeld in der Finanzierung verdunsten. Löblich, dass Schleswig-Holstein bei der Grunderwerbsteuer die Schraube lockern will. Doch um die Hürde zu senken, muss viel mehr passieren.

Die jüngsten Jahre waren für den Anwohner und Einzelhändler in Kiels Innenstadt nicht leicht. Zwischen Bootshafen und Kleinem Kiel sorgte eine Großbaustelle für Lärm und Verkehrsbehinderungen. Die Folge: Kunden wanderten ab, viele Einzelhändler machten dicht. Nun gibt es Licht am Ende der Baugrube.

Frank Behling 09.08.2019

Die Bundesregierung sagt Abmahnprofis den Kampf an. Das ist eine gute Nachricht. Spezialisierten Kanzleien, Unternehmen und Organisationen darf es nicht länger möglich sein, mit Massen-Briefsendungen Geld zu verdienen.

Ulrich Metschies 09.08.2019

Bildungsministerin Karin Prien hat viele kluge Ideen, um die Unterrichtsversorgung zu verbessern. Ob eine Wildniszulage für Referendare dazugehört, ist fraglich. Mit zusätzlichen 250 Euro brutto im Monat dürfte sich kaum ein Referendar aus den Hochschulorten in die Pampa locken lassen.

Gunnar Müller 08.08.2019