Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Meinungen Ulrich Metschies zum Wurst-Skandal
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zum Wurst-Skandal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 10.10.2019
Von Ulrich Metschies
Wirtschaftsredakteur Ulrich Metschies Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wer überrascht ist von den Listerien in der Wilke-Wurst, der hat kein gutes Gedächtnis für Lebensmittel-Skandale. Meist ist es nur eklig, was da in unser Essen gelangt. Für zwei Menschen waren die belasteten Fleischwaren aus Hessen diesmal tödlich.

Die bundesweiten Folgen sind erschreckend

Erschreckend an diesem Fall ist jedoch weniger, dass gesundheitsgefährdende Keime in Nahrungsmittel gelangten. Das kommt tatsächlich immer wieder vor, nicht nur bei Fleisch. Erschreckend sind die bundesweiten Folgen. Da wird in einer einzigen Wurstfabrik geschlampt – und in der gesamten Republik bricht eine Schnitzeljagd los: Wo ist die Wilke-Wurst? Wir reden von Digitalisierung, doch statt sich per Mausklick aktuelle Vertriebslisten auf den Schirm holen zu können, müssen die Behörden die Abnehmer der Wilke-Waren anhand ellenlanger Excel-Tabellen identifizieren, von denen viele so alt sind, als habe man sie aus den Kellern der Wurstfabrik hervorgekramt.

Die aktuelle Überwachung reicht nicht aus

Das Kontrollwesen in Deutschland funktioniert vergleichsweise gut, die Hygienevorschriften sind streng. Tatsache ist aber auch, dass unsere kleinteilig organisierte und unterbesetzte Lebensmittelüberwachung nicht passt zu einer Branche, die auf Masse und Marge setzt, und Lieferketten konstruiert, die um Längen komplizierter sind als die Herstellung von Salami oder Landleberwurst.

Lesen Sie hier den Bericht zum Thema.

Der Druck wirkt. Das ist die gute Nachricht aus der Kreuzfahrtbranche. Wenn sich in dieser Woche Vertreter von Reedereien, der Hafenwirtschaft und der Politik treffen, geht es immer auch um Landstrom, die EEG-Umlage und mehr Nachhaltigkeit in der Kreuzfahrtindustrie.

Kristian Blasel 10.10.2019

Vorsicht an der Bussteigkante: Die neuen E-Busse nähern sich lautlos. Und sie stinken nicht nach Diesel. Sie sind nicht zu hören und nicht zu riechen. Für diese lokalen Vorzüge können Kielerinnen und Kieler die 36 Elektrobusse, die die KVG vom August 2020 an in Betrieb nimmt, nur begrüßen.

Michael Kluth 08.10.2019

Die Kieler Universität hat in einem aktuellen Ranking nach Gleichstellungsaspekten einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht und damit die Position des ganzen Landes im Vergleich deutlich verbessert. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange kein Grund zum Jubilieren.

Anne Holbach 08.10.2019