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Meinungen Wolf Paarmann zur Handball-WM in Katar
Mehr Meinungen Wolf Paarmann zur Handball-WM in Katar
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08:56 03.12.2014
Von Wolf Paarmann
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Das neue DHB-Präsidium nutzte die Chance, die darbende Sportart schneller als erwartet wieder in den Fokus zu rücken. Dafür nimmt es in Kauf, dass die WM nach den politisch motivierten Absagen von Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten längst zur Farce geworden ist.

Augen zu und durch – dieses Motto erschien nachvollziehbar, so lange die Öffentlich-Rechtlichen einschalten. Und nun? Der DHB kann nur darauf hoffen, dass die Absage taktische Gründe hatte. Monatelang waren ARD und ZDF vom Rechteinhaber BeIn Sports hingehalten worden, was auch kulturelle Hintergründe gehabt haben kann. Nicht ausgeschlossen, dass BeIn Sports unterschätzt hat, dass auf Ultimaten auch Konsequenzen folgen.

Im Interesse des Rechte-inhabers kann die Absage nicht sein, ist er doch Tochter der staatlichen TV-Anstalt Al-Dschasira. Und dem Emirat Katar dienen Sportevents einzig dazu, für sich als exotisches Touristenziel zu werben. Deshalb wird es im Interesse der Scheichs sein, im extrem wichtigen Markt Deutschland die beste Plattform zu erhalten – also ARD und ZDF.