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Meinungen Frank Behling über Schiffsschweröl
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06:28 27.09.2019
Von Frank Behling
SH-Redakteur Frank Behling Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Es ist die größte Umstellung im weltweiten Öl-Geschäft überhaupt. Für die Anwohner von Hafencitys in aller Welt wird der 1. Januar ein ganz besonderer Tag, Bewohner deutscher Hafenstädte jedoch werden davon nicht profitieren. Hier gilt bereits seit dem 1. Januar 2015 eine Obergrenze von nur 0,1 Prozent. Wenn jetzt große Reedereien darüber klagen, dass die Umstellung von 3,5 auf 0,5 Prozent einem Untergang des Abendlandes gleichkomme, ist das ein Klagen auf hohem Niveau.

Es gibt keinen Grund zum Klagen

Als 2015 Nord- und Ostsee sowie die Gewässer rund um die USA und Kanada zu Emissions-Schutzzonen wurden, gab es diese Klagen auch. Abgesehen von einigen Engpässen bei der Versorgung mit Diesel hatte dies aber keine gravierenden Folgen. Raffinerien, Ölmärkte und Schiffstankstellen haben sich schnell umgestellt. So sind weder die Preise für Fährtickets etwa nach Schweden noch die Tickets für Kreuzfahrten in die Höhe geschnellt. Ganz im Gegenteil.

Lesen Sie auch: Sauberer Treibstoff hat seinen Preis

Reedereien sind auch Vorreiter

Die Reeder von Fähr- und Kreuzfahrtschiffen haben die Chancen erkannt, die in einem nachhaltigen Transport über See bestehen. Gleichzeitig sind diese Reedereien heute die Vorreiter bei dem Einführen der nächsten Generation von noch saubereren Treibstoffen wie LNG, Bio-Gas oder GTL.

Die globale Schifffahrt steht vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte. Ab dem 1. Januar 2020 dürfen Frachter, Tanker und Kreuzfahrer auf den Ozeanen nur noch Treibstoff ungefiltert verbrennen, der einen Schwefelanteil von höchstens 0,5 Prozent hat.

Frank Behling 27.09.2019

Ja, es kommt in der Tat langsam Bewegung ins fast erstarrte Geschäft, leerstehende Innenstadt-Ladenlokale zu vermieten: Edeka zieht in die Holstenstraße, so wie Decathlon, New Yorker oder Jumex mit seinen China-Schuhen.

Jürgen Küppers 26.09.2019
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