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Meinungen Konrad Bockemühl zur Saisonbilanz des SHMF
Mehr Meinungen Konrad Bockemühl zur Saisonbilanz des SHMF
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18:27 29.08.2014
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 Dabei führte die Frischzellenkur im 29. Jahr des Schleswig-Holstein Musik Festivals an vielen Stellen zugleich zurück zu den Wurzeln: Das klare Bekenntnis zur Fläche, zu den kleinen, aber feinen Spielorten, war durchaus mit (Absatz-)Risiken verbunden. Aber es wurde klug umgesetzt und dankbar angenommen. Der Spielort Kiel hatte dadurch kein Nachsehen: Die Landeshauptstadt war vom SHMF mit Konzerten bestens ausgestattet. Die rekordverdächtige Resonanz dürfte auch 2015 wieder belohnt werden – gern auch mit klaren Zukunftssignalen zum desolaten Konzertsaal.

Zurück zu den Erfolgsgaranten. Die roten Fäden des virtuos erfrischten SHMF wurden in der Nachfolge der beliebten Länderschwerpunkte bestens angenommen: Das Künstlerporträt fand durch Sol Gabettas Ausstrahlung und Facettenreichtum einen idealen Auftakt. Die Komponisten-Retrospektive bescherte völlig neue Erfahrungen, indem sie Künstler für Mendelssohn in die Pflicht nahm. Und dass auch Musiker aus der Region wieder mitspielen dürfen, kommt gut. Dank lockerer Programmvielfalt hat sicher auch neues Publikum „geluustert“. Dass dieses weite Spektrum an den Rändern (wie Sylt) nicht in Beliebigkeit ausartet, sollte 2015 ein wenig konsequenter verhindert werden. Gern zugunsten wirklich großer Namen (wie damals ...). Ansonsten: Da capo!