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Meinungen Gerrit Sponholz zur A20
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08:00 25.05.2019
Von Gerrit Sponholz
Gerrit Sponholz kommentiert die Entwicklung der A20. Quelle: Kieler Nachrichten
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Bad Segeberg/ Kreis Segeberg

Wie hoch es ist, wollen die Planer der Bund-Länder-Gesellschaft Deges erst verraten, wenn alles zu Ende kalkuliert sei.

Sie räumen auch ein Prozessrisiko ein. Weil die Autos zu viel Stickstoff in die geschützte Natur pusten. Darauf zu hoffen, dass zur erwarteten Baufertigstellung 2029 viele abgaslose E-Autos fahren, ist gewagt.

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Das Problem für die Planer: Alternativtrassen sind noch teurer, zerschneiden ebenfalls Natur, oder würden einen so großen Bogen um Bad Segeberg schlagen, dass die erhoffte Verkehrsentlastung für die Stadt ausbliebe.

Noch ungelöst ist auch die vom Gericht auferlegte Aufgabe, die rund 30000 Fledermäuse rund um den Bad Segeberger Kalkberg ausreichend zu schützen vor Zusammenstößen mit den fahrenden Autos.

Die hochprofessionell arbeitende Deges muss ausbaden, was Land und Bund in den vergangenen Jahrzehnten angerichtet haben. Mit irrwitzigen Zeitvorgaben und übereilt erstellten Planungsunterlagen waren diese mehrfach gescheitert. Nachsorgekosten hatten sie unter den Tisch fallen lassen. Und die Trasse hatten sie einst nach vergleichsweise lockeren Kriterien festgelegt.

Entweder der Bund als Bauherr nimmt jetzt sehr viel Geld in die Hand und rettet die A20, oder er beendet das Projekt, der Einsicht folgend: Vernunft siegt über politischen Willen.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 24.05.2019
Sibylle Haberstumpf 23.05.2019
Sven Hornung 23.05.2019