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Meinungen Leitartikel: Reden Sie mit!
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22:12 04.07.2017
Von Christian Longardt
KN-Chefredakteur Christian Longardt. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Landtagswahl hat gezeigt, dass auf den letzten Metern noch viel passieren kann. Dass die Regierenden sich nicht zu sicher sein und um jede Stimme kämpfen sollten. Und nicht zuletzt: Dass es neben den Programmen der Parteien und den richtigen Slogans eben auch auf das politische Spitzenpersonal ankommt, auf dessen Präsenz, Volksnähe, Authentizität, Sprachgewandtheit. Auf die Fähigkeit, die Fragen und Probleme der Bürger zu erkennen, zuzuhören und Lösungen anzubieten. Kurz gesagt: auf die Persönlichkeit.

Den Spitzenpolitikern auf den Zahn fühlen

Was im Land gilt, hat im Grundsatz auch auf Bundesebene Gültigkeit. Wenn am 24. September der neue Bundestag gewählt wird, dann entscheidet sich aber nicht nur die Frage der Kanzlerschaft, die derzeit nicht viel Spannung verheißt. Es geht auch darum, welche Parteien die neue Bundesregierung tragen werden und wer in den kommenden Jahren in welcher Stärke die Rolle der Opposition im Parlament spielen wird. Mit der Bundesleserkonferenz bieten wir unseren Leserinnen und Lesern die Gelegenheit, die Spitzenkandidaten einmal ganz unmittelbar zu erleben – im Saal der Bundespressekonferenz, in der sonst die professionellen Berichterstatter ihre Fragen stellen, können Sie den Spitzenpolitikern auf den Zahn fühlen. Sie mit den Themen konfrontieren, die Ihnen wichtig sind. Und sich ein Bild davon machen, wie die Lindners, Özdemirs und Wagenknechts mit diesen, Ihren Fragen umgehen.

Ein Angebot an beide Seiten

Die fehlende Nähe zwischen Bürger und Berufspolitiker wird seit Jahren beklagt – „die da oben“ würden sich ohnehin nicht darum scheren, was das Volk bewegt. Ein Donald Trump hat diese Beschwerde über die Eliten zu seinem großen Thema gemacht und es damit bis ins Oval Office geschafft. Bei all der berechtigten Kritik an der, nun ja,  sehr ungewöhnlichen Amtsführung des Präsidenten wird leicht übersehen, dass es diese Entfremdung von politischer Klasse und breiten Bevölkerungsschichten auch hier bei uns gibt. Dass sich die Parteien auch in Deutschland damit beschäftigen müssen,  warum sich viele Menschen von den Politikern in Bundestag und Bundesregierung nicht verstanden und nicht gut vertreten fühlen.

Unser neues Debattenformat ist ein Angebot an beide Seiten, an Politiker wie Bürger, miteinander ins Gespräch zu kommen. Andere nennen so etwas Townhall-Meeting, wir haben einen deutschen Begriff vorgezogen. Wir freuen uns auf die Bundesleserkonferenz in der Bundespressekonferenz, organisiert von unserem starken Verbund, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Wir freuen uns auf Sie und auf fünf spannende Politik-Reisen in die Hauptstadt.

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Danke an alle Zecken, Flöhe und andere Parasiten dieser Welt: Schön, dass es Euch gibt! Wirtschaftlich gesehen. Wäre es anders, gäbe es in Kiel rund 700 Industrie-Arbeitsplätze weniger. Und mit 92 Millionen Euro von Bayer auch nicht die größte Unternehmensinvestition in Kiel seit Jahrzehnten.

Ulrich Metschies 03.07.2017

Stellen Sie sich vor, Sie kommen um 8 Uhr morgens ins Einwohnermeldeamt, ziehen eine Nummer und werden erst um 16 Uhr aufgerufen. Was für eine Frechheit! Acht Stunden warten. Das gibt es sonst nirgends, nicht mal beim gefragtesten Arzt – nur im Kieler Rathaus.

Karen Schwenke 01.07.2017

Es geht um Morddrohungen, üble Nachrede, Verleumdung, Volksverhetzung. Online-Netzwerke wie Facebook, Twitter und Youtube müssen künftig „offenkundig strafbare Inhalte“ innerhalb von 24 Stunden löschen, nachdem sie einen Hinweis auf den Beitrag erhalten haben.

Robert Michalla 01.07.2017