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Meinungen Martina Drexler zu den Querelen in der SPD Kiel
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16:40 09.06.2013
Von Martina Drexler

Animositäten, verletzte Eitelkeiten, tiefe Enttäuschung – die Wogen der Emotionen zeigen, wie tief die Gräben nach wie vor sind. Es ist nachzuvollziehen, dass der frühere Ratsherr Michael Wagner an seine von der Fraktion geschätzte Ratsarbeit anknüpfen will. Aus der Wahl zum Bürgerlichen Mitglied im Bauausschuss ging er ebenso mit deutlicher Mehrheit hervor wie bei der Kür zum Direktkandidaten. Kein Zweifel, Wagner findet viele Unterstützer in seiner Partei – trotz seiner knappen Niederlage bei der Kommunalwahl und der deutlichen Kritik von Kreis-Chef Jürgen Weber.

Auch dem Ortsverein selbst, der sich von Partei wie Fraktion entmündigt fühlt, kann man die Empörung nicht verdenken. Er bekam seinen Kandidaten nicht durch, der ihrer Ansicht nach die größeren Chancen gehabt hätte, den Wahlkreis für die SPD zu holen. Jürgen Weber, erst seit Februar im Amt, hat einen Konflikt geerbt, den er bisher nicht schlichten konnte. Dabei ist es höchste Zeit, sich als Krisenmanager zu erweisen. Sonst wird auch der Kreisvorsitzende beschädigt.