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Meinungen Merle Schaack zum Wechsel von Sagosen
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20:20 22.03.2019
Von Merle Schaack
Merle Schaack ist Sportredakteurin der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Der Klub demonstriert damit dreierlei. Erstens: So schlecht steht es finanziell nicht um den Verein, der damit rechnen muss, die erste Saison ohne Champions-League-Teilnahme seit 14 Jahren mit einem höheren sechsstelligen Minus zu beenden. Zweitens: Auch wenn Klubs wie Paris oder Barcelona noch bessere Gehälter zahlen könnten, lässt sich nach wie vor mit den THW-Tugenden punkten: familiäres Umfeld, große Ziele, volle Halle und der Mythos eines Vereins mit Geschichte, der seine Helden über ihr Karriereende hinaus mit Bannern unter dem Hallendach verehrt. Drittens: Trotz Titel-Flaute muss die Handball-Weltspitze weiter mit den Kielern rechnen. Sagosen, das ist der größte THW-Transfercoup nach Nikola Karabatic 2005 und Domagoj Duvnjak 2014. Der 23-Jährige hat das Potenzial, die Sportart auf Jahre als einer ihrer Besten zu dominieren. Er kann einer dieser Leader werden, die der THW seit Marek Panas immer hatte. Einer, der irgendwann Domagoj Duvnjak beerben kann.

Aber nicht nur für die Zebras und ihre Fans ist dieser Transfer wertvoll. Angesichts der ständigen Belastungs-Diskussion lief die Bundesliga Gefahr, ihren Ruf als beste Liga der Welt zu verlieren. Weltstars meiden deutsche Klubs, so schien es. Sagosen und der THW beweisen nun das Gegenteil.

Auf den ersten Blick sind die Grünen mit ihrem Kampf gegen Fußball-Kunstrasen mal wieder der große Spielverderber. Auf den zweiten Blick haben die Spaßbremsen aus der Öko-Partei aber Recht, findet Ulf B. Christen.

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Den Videobeweis sehen also auch alle Holstein-Fans ab kommender Saison nicht mehr nur am Fernseher. Ab Sommer wird der Fußball auch in der Zweiten Liga dank Zeitlupe für den Schiri „gerechter“.

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