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Meinungen Michael Kluth zu Kämpfer und den Grünen
Mehr Meinungen Michael Kluth zu Kämpfer und den Grünen
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19:32 16.06.2019
Von Michael Kluth
Michael Kluth ist Rathauskorrespondent der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Der machtbewusste Sozialdemokrat hat die rot-grün-gelbe Ratskooperation – und nicht nur sie – charmant und zielsicher domestiziert. Zu Kämpfer drängt, an Kämpfer hängt doch alles.

Auf einem anderen Blatt steht, ob auch die große grüne Wählerschaft in Kiel dem Kurs Kämpfer zu folgen vermag. Der grüne Machtverzicht schafft ein politisches Vakuum, in das der bekennende Rot-Grüne nicht allein vorstößt, auch wenn er der grünstmögliche Kieler Sozialdemokrat ist.

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Grüner wird’s nicht

Das moderne Bürgertum könnte auch Gefallen am wirtschaftsnahen, digitalen Ökologie-Ansatz des CDU-Kandidaten Andreas Ellendt finden. Die Nominierung des grünstmöglichen Christdemokraten ist jedenfalls erkennbar ein Angebot der CDU an die liberale Großstadtbevölkerung. Anhänger eines ökosozialen Radikalkurses hingegen werden sich mangels grüner Alternative wohl hinter die Linke scharen können. Selbst das Potenzial der satirischen, kommunalpolitisch linken „Partei“ wächst im grünen Vakuum. Und wer partout Grün pur will, wird am 27. Oktober vielleicht Nichtwähler bleiben. Denn klar ist in Kiel jetzt: Grüner wird’s nicht.

Klar ist auch: Als rot-grüner Kandidat geht der Sozialdemokrat Ulf Kämpfer als Favorit in den OB-Wahlkampf. Sein größtes Handicap, die Zugehörigkeit zu einer Partei im Niedergang, fällt nicht mehr so auf.

Lesen Sie auch: Kieler Grüne verzichten auf OB-Kandidaten.

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