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Meinungen Michael Kluth zum Stadtluftreiniger
Mehr Meinungen Michael Kluth zum Stadtluftreiniger
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06:48 28.01.2019
Von Michael Kluth
Michael Kluth ist Rathaus-Korrespondent der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Verläuft der Test erfolgreich, dann schafft die Landeshauptstadt sechs Sauger an, und die Erfindung aus Schleswig-Holstein wird in aller Munde sein. Das Start-up aus Stormarn kann quasi über Nacht Weltmarktführer werden.

Aber darum geht es nicht, jedenfalls nicht in Kiel. Für die Stadt geht es zuvörderst um zweierlei. Erstens: um den Gesundheitsschutz für 190 Bürgerinnen und Bürger auf 190 Metern des Rings. Zweitens: um die Vermeidung eines Diesel-Fahrverbots mit weitreichenden negativen Folgen für Verkehr, Umwelt, Wirtschaft und Menschen.

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Dafür kann die Brückentechnologie aus Trittau nach allem, was wir wissen, einen messbaren Beitrag leisten. Der Test ist auch eine Chance für Kiel. Aber er ist ergebnisoffen. Wenn der Supersauger nicht genug bringt, entfällt er als Steinchen im Mosaik der Maßnahmen. Für die Firma wäre das ein Rückschlag, für Kiel eine Hoffnung weniger.

Das Risiko ist indes für beide Seiten überschaubar. Purevento wird seinen mobilen High-Tech-Container unabhängig vom Kieler Stresstest so oder so in Serie produzieren. Er ist schließlich für einen weit größeren Reinigungsbedarf konzipiert als „nur“ für Stickoxid an einem Stückchen Stadtautobahn in Kiel. Und die Stadt hat immerhin ein Maßnahmenpaket in petto, das ganz ohne Stadtluftreiniger schon ein Unterschreiten des Grenzwerts wenigstens bis 2021 verspricht.

Zum Artikel: Gegen Diesel-Fahrverbot – Das ist der Stadtluftreiniger

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