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Meinungen Michael Kluth zum Luftreinhalteplan
Mehr Meinungen Michael Kluth zum Luftreinhalteplan
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10:00 29.05.2019
Von Michael Kluth
Michael Kluth Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Stattdessen zeigt Albrecht weiter mit dem Finger auf die Stadt. So bleibt das Diesel-Drama auf dem Theodor-Heuss-Ring ein fruchtloses Schwarze-Peter-Spiel zwischen Stadt und Land.

Gemessen daran ist der Vorstoß der Grünen für eine sofortige Fahrstreifensperrung auf der Stadtautobahn erfrischend konkret. Man mag davon halten, was man will, aber es ist wenigstens eine Tat und nicht nur Gerede. Die Grünen, offenbar beflügelt durch den Europawahlsieg, emanzipieren sich hier von den Zwängen der Kooperation mit SPD und FDP und geben ihr politisches Selbstbewusstsein nicht länger an der Garderobe des Oberbürgermeisterbüros ab.

Der Oberbürgermeister und die CDU reiben sich derweil an der Urheberrechtsfrage für die Idee von Absauganlagen auf. Spart Euch den Kindergarten: Woher eine Idee stammt, ist den Menschen egal, solange sie funktioniert. Also machen statt reden. Es spricht wenig dagegen, mobile Luftreiniger so schnell wie möglich anzuschaffen und wirken zu lassen – auch ohne ihren Effekt aufs Mikrogramm genau vorhersagen zu können. Lieber 480000 Euro Steuergeld für sechs Luftfilter als zum Beispiel zwei Millionen Euro für den Umbau der Kreuzung an der Gablenzstraße, nur um weiteren Schwerlastverkehr durch die Innenstadt zu führen.

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Es gibt keinen Grund für die Vermutung, Annegret Kramp-Karrenbauer wolle ernsthaft das Internet zensieren. Ihre ungeschickten Einlassungen vor und nach der Niederlage bei der Europawahl geben aber sehr wohl Anlass, an ihrer Eignung für allerhöchste Staatsämter zu zweifeln.

Christian Longardt 29.05.2019

Das Ergebnis der Grünen bei der Europawahl stellt den Kieler Kreisverband vor die Frage, ob er nicht doch einen eigenen Spitzenkandidaten zur OB-Wahl aufstellen muss. Wer in Europa erfolgreich einen Politikwechsel fordert, sollte auch vor Ort ein personelles Angebot machen, meint Kristian Blasel.

Kristian Blasel 28.05.2019

Auch wenn die Beteiligten in der schleswig-holsteinischen Landesregierung es abstreiten: Dass die Grünen bei der Europawahl einen fulminanten Sieg einfuhren und die Landes-CDU auf Platz zwei verwies, wird für das Zusammenspiel der Koalitionspartner nicht ohne Folgen bleiben, meint Bodo Stade.

Bodo Stade 27.05.2019