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Meinungen Michael Kluth zur Kieler Diesel-Krise
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10:35 06.03.2019
Von Michael Kluth
Michael Kluth kommentiert die Maßnahmen gegen ein Fahrverbot am Theodor-Heuss-Ring. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die ersten Maßnahmen am Theodor-Heuss-Ring, die in den Osterferien starten sollen, sind noch kein Grund zur Aufregung. Tempo 50 ist innerorts Standard. Man fragt sich, warum das Limit zumal im etwas unübersichtlichen Bereich zwischen Barkauer Kreuz und Waldwiesenkreisel nicht schon lange gilt. Ähnlich verhält es sich mit den Zu- und Abfahrten an Nebenstraßen wie dem Krusenrotter Weg: Sie waren schon immer gefährlich. Es ist überfällig, sie zu schließen. Diese Maßnahmen dienen dem Verkehrsfluss und der Sicherheit und sind unabhängig von Stickoxid-Messwerten richtig.

Etwas schwieriger ist schon die Umleitung des Schwerlastverkehrs vom Schwedenkai über Ziegelteich und Schützenwall zur Autobahn: Das wird der Innenstadt absehbar nicht gut bekommen. Aber was bleibt anderes übrig, wenn denn die Diesel-Lkw von der Stadtautobahn verbannt werden müssen? Im Sommer kommt es dann mit der Sperrung der Bahnhofstraße für den Lkw-Verkehr noch dicker für die Innenstadt, aber da gilt die selbe Frage: Was sonst?

Einige Hoffnung darf man in den Stadtluftreiniger setzen, noch bevor er Ende März zum Messtest an den Theodor-Heuss-Ring zurückkehrt. Anwohner berichten, wie effektiv die Filteranlage schon in der achttägigen ersten Testphase im Februar gewesen sei. So saubere Luft hätten sie sonst nie. Wenn dieser Eindruck bald mit Messdaten belegt werden kann, dann können Stadtluftreiniger noch massivere Eingriffe in den Stadtverkehr vielleicht überflüssig machen.

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