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Meinungen N. Wieczorek: Mehr ist nicht gleich mehr
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19:30 08.03.2020
Von Niklas Wieczorek
Niklas Wieczorek kommentiert die mögliche Verbindungserweiterung der Regionalzüge. Quelle: Ulf Dahl und Frank Peter
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Kiel

So kann er viel mehr zur erfahrbaren Region werden. In den Berechnungen sollte aber nicht vergessen werden, auch die Zuverlässigkeit längerer Linien zu prüfen. Denn die Bahn hat gravierendere Baustellen als ihr Netzangebot.

Lange Regionalbahnlinien könnten wichtige Aushängeschilder sein. Aber auf deren Auslastung müssen Bahnunternehmen auch zählen können. Schließlich wollen die wenigsten Pendler aus Schleswig-Holstein über Hamburg hinaus. Und wenn doch, muss es schnell gehen und sie nutzen den Fernverkehr. Dass ein Interregio zwischen den attraktiven Zielen Hamburg und Berlin funktioniert, erlaubt längst keinen Rückschluss auf Bremen oder Uelzen als Destination.

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Lesen Sie auch: Geht es bald ohne Umstieg im Regionalzug von Kiel nach Bremen?

Gerne anhand längerer Linien muss die Bahn vor allem prüfen, wie sie zuverlässiger mehr Menschen erreicht. Das ist die wichtigste Herausforderung in Zeiten von Klimawandel und Verkehrswende. Dann können die Verbindungen häufiger, die Anschlüsse direkter und die Kommunikation bei Ausfällen transparenter und schneller werden – von WLAN ganz zu schweigen. Wenn das mit Zielen über Ländergrenzen hinaus harmoniert, ist es ein guter Ansatz. Nur aus Prinzip sollte kein Regio aus Kiel mehr in Hamburg stoppen. Wenn sich die Bahn regional als Geldbeutel und Umwelt schonende Konkurrenz zum Auto zeigt, steigen Menschen um.

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