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Meinungen Niklas Wieczorek über Kiels Innenstadt-Offensive
Mehr Meinungen Niklas Wieczorek über Kiels Innenstadt-Offensive
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08:00 29.05.2017
Von Niklas Wieczorek
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 Seitdem ist viel passiert: Der Bau des Holsten-Fleets hat begonnen, Abrisse von Ex-Woolworth-Gebäude und am Bootshafen sind in vollem Gang. Jeder sieht, dass etwas aufleben soll. Doch Baustellen und immer stärkerer Leerstand schrecken gleichzeitig ab.

Wichtig also, dass Stadt, Unternehmer und auch Eigentümer jetzt gemeinsam etwas unternehmen: Lenkungsgruppe und Leerstands-Managerin setzen da an, wo es hakt – am Gefühl. Kiel ist weit davon entfernt, Baustellen- und Geisterstadt zu sein. Aber es kann im Zentrum stärker zeigen, dass es lebt und pulsiert. Ausstellungen und Pop-Up-Stores als Zwischennutzungen tun das – auch wenn sie nicht die gleiche Anziehungskraft wie Einkaufszentren haben. Baustellenführungen erklären Unangenehmes. Selbst in der Umbau- und Neuerfindungsphase will Kiel so Sympathiepunkte sammeln.

Darauf könnten Kiels Bewohner stolz sein, Baulärm und Co. verzeihen. Internethandel und Outlets zum Trotz kann nur eine Stadt ein echtes Lebensgefühl vermitteln. Dass für Kiels Innenstadt strukturell daran gearbeitet wird, zeigt, dass die Planer das Problem verstanden haben. Ihren Erfolg werden wir schlicht in Zahlen messen können.

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