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Meinungen Niklas Wieczorek zu Überwachungskameras
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10:16 19.10.2018
Von Niklas Wieczorek
Niklas Wieczorek ist Lokalredakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Doch ist die Argumentation wirklich so einfach? Oberflächlich betrachtet, würden überall im öffentlichen Raum Videokameras helfen, um Verbrecher abzuschrecken und sie im Nachhinein zu überführen. Doch sollte der öffentliche Raum nicht auch tatsächlich offen sein? Kameras nämlich, die ständig filmen, schränken die Menschen ein. Konkret in ihrem Verhalten: Das können wir Journalisten stets beobachten, wenn wir Fotos machen wollen, und uns die Menschen ansprechen – das können auch Sie beobachten, wenn Sie auf Familienfeiern Aufnahmen anfertigen. Ganz generell schränken Filmkameras die Freiheit der Bürger ein.

Es geht darum abzuwägen, um die Verhältnismäßigkeit zwischen einem Teilverlust unserer Freiheit und einem vermeintlichen Sicherheitsgewinn durch die Kameras. Wer erinnert sich eigentlich jetzt noch an den ersten Vorstoß von Ulf Kämpfer zur Verbesserung des Bahnhofsumfelds im vergangenen August? Der Oberbürgermeister und die Polizei betonten unisono, der Bahnhof sei kein auffälliger Bereich, was die Kriminalität betrifft. Wozu sind also die Kameras nötig? Um einen Ort schöner zu machen? Das reicht als Begründung schlicht nicht aus.

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