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Meinungen Oliver Hamel zu Robotern in der Gastronomie
Mehr Meinungen Oliver Hamel zu Robotern in der Gastronomie
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09:00 30.01.2018
Von Oliver Hamel
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Zweifellos ermöglicht uns eine Reihe von Innovationen auf dem explosionsartig expandierenden Feld der Automatisierung sinnvolle Optionen. Aber es muss nicht alles sein, was geht. Aufregung kann man sich also sparen, wenn nun Pläne aufkommen, Roboter als Servicekräfte auch und gerade in den norddeutschen Küstenregionen einsetzen zu wollen. Es überrascht natürlich nicht, dass von Nullen und Einsen Getriebene auch auf diesem Feld überaus viel Nutzwert und ein lukratives, weil weitreichendes Geschäftsmodell darin erkennen, etwa schlichtere Kellner-Aufgaben an Maschinen zu übertragen. Doch letztlich wird auch in dieser Frage der Verbraucher das letzte Wort haben – und je nach Gusto das Weite suchen können.

Weise Wirte dürften den Teufel tun, das zu vernichten, was den Unterschied zur kühlen Wirklichkeit unseres fortgeschritten ökonomisierten Lebens ausmacht: das Zwischenmenschliche und seine Wärme. Kneipen, Bars, Restaurants oder Hotels brauchen keine Digitalisierung 4.0 oder 08.15. Sie sollten Oasen sein, in denen der durch Arglosigkeit, Naivität oder Kurzsichtigkeit an digitaler Demenz erkrankten Gesellschaft wieder Leben eingehaucht wird – inklusive urmenschlicher Sprachsteuerung und Gesichtserkennung.