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Meinungen Oliver Stenzel zur Jazz Baltica 2014
Mehr Meinungen Oliver Stenzel zur Jazz Baltica 2014
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11:25 15.03.2014
Von Oliver Stenzel
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Innerhalb weniger Jahre hat er die Jazz Baltica aus ihrer größten Krise geführt. Mit seiner positiven Grundhaltung konnte der Schwede am neuen Standort des Festivals einen erstaunlichen Heilungsprozess in Gang setzen, dem sich offenbar niemand entziehen kann. Die Gäste nicht, die Sponsoren nicht – und sogar das Land Schleswig-Holstein nicht, das die Förderung des Festivals nun auch längerfristig wiederaufnehmen will. Kein Wunder, dass Christian Kuhnt Lobeshymnen auf den künstlerischen Leiter singt, dessen musikalische Offenheit ohnehin zu der des neuen SHMF-Intendanten passt.
Diese Haltung spiegelt sich erneut auch im Programm der Jazz Baltica, in dem Landgren durch die Kombination unterschiedlichster Musiker aus dem Ostseeraum, zugänglicher und fordernder Spielarten des Jazz sowie atmosphärisch reizvoller Spielstätten rund um den Niendorfer Hafen keine Wünsche offen lässt. Positiv fällt im dritten Jahr seines Wirkens überdies auf, dass er es sorgsam vermeidet, allzu viele Stammgäste zu etablieren. So wird man auch in diesem Sommer wieder zahlreiche neue Entdeckungen am Ufer der Ostsee machen können. Dank dieses Konzepts klingt der Name Jazz Baltica so reizvoll wie lange nicht mehr.