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Meinungen Paul Wagner zur Kontrolle der Rader Hochbrücke
Mehr Meinungen Paul Wagner zur Kontrolle der Rader Hochbrücke
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08:43 30.05.2015
Von Paul Wagner

Je eher, desto besser. Da Vertrauen gut, Kontrolle aber bekanntlich besser ist, ist es eine Frage der Vernunft und im Interesse der Allgemeinheit, die Geschwindigkeiten bis zum Abriss der Brücke mit einer fest installierten Blitzanlage zu überwachen. Denn die vergangenen Monate haben gezeigt: Tempo-60-Schilder allein reichen nicht.

Dass sich die Installation von vier Blitzgeräten jetzt verzögert, freut sicher manchen Autofahrer, wirft aber Fragen auf. Warum hat das Verkehrsministerium nicht von Anfang an klar gesagt, dass das Land beziehungsweise der Bund als Eigentümer der Autobahn für alle Kosten oder gar ein mögliches Defizit aufkommen wird? Klar ist: Der klamme Kreis, der die Anlage auf Vorschlag des Ministeriums betreiben soll, will nicht auf dem Kostenrisiko sitzenbleiben und drängt auf Nachverhandlungen.

Dem Autofahrer ist es egal, ob nun der Kreis, das Land oder der Bund die Kosten für den Bau der Blitzer übernimmt. Er will vor allem, dass das fragile Bauwerk noch bis Mitte des kommenden Jahrzehnts Millionen von Autos sicher über den Kanal trägt. Dazu sollten die Beteiligten allmählich in die Puschen kommen. Der Schwerverkehr rollt rund um die Uhr und nimmt keine Rücksicht auf die bevorstehenden parlamentarischen Sommerpausen.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich meinen Sohn (8) zum Paternoster-Spaß im Kieler Rathaus verführt: Auf und ab bei meditativem Geknarze. Mit 25 Zentimetern pro Sekunde die Etagen vorbeiziehen sehen, dazwischen hautnah nackte Wand und am Wendepunkt immer wieder der beruhigende Hinweis: „Weiterfahrt ungefährlich.“ Wir haben einen verbotenen Spaß genossen, denn Nicht-Mitarbeitern der Landeshauptstadt ist die Nutzung des „Personen-Umlaufaufzuges“ im Rathaus nicht gestattet.

Ulrich Metschies 29.05.2015

Die von Premierminister David Cameron geplante Charme-Offensive bekam gestern sofort einen Dämpfer, als Außenminister Philip Hammond andeutete, für die Reformierung der EU zugunsten Großbritanniens seien Vertragsänderungen notwendig.

29.05.2015

1998 war es der Frachter „Pallas“, der brennend vor der deutschen Nordseeküste trieb und mit Schweröl aus den Treibstofftanks die Strände Nordfrieslands verseuchte. 2010 war es die „Lisco Gloria“, die brennend durch die Ostsee trieb. Und jetzt die „Purple Beach“. Sie ist ein verhältnismäßig kleines Schiff.

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