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Meinungen Anne Steinmetz zum Landstrom
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10:00 31.08.2017
Von Anne Steinmetz

Wenn ein Kreuzfahrtschiff am Norwegenkai liegt, können in der Umgebungsluft rund 20000 ultrafeine Partikel pro Kubikzentimeter gemessen werden. Das hat der Nabu festgestellt. Das heißt: Auch wenn Schiffe einfach nur im Hafen liegen, verpesten sie in Kiel die Luft, weil sie für die Stromversorgung an Bord die Maschinen laufen lassen müssen.

 Um die Schadstoffbelastung zumindest während der Liegezeit zu minimieren, muss auch in Kiel endlich in eine Landstromversorgung investiert werden. Andere Häfen haben die Bedeutung solcher Anlagen längst erkannt. In Skandinavien zum Beispiel ist die Landstromversorgung Standard, an der Westküste der USA ist sie sogar verpflichtend. Auch in Hamburg und Lübeck wurde schon in solche Anlagen investiert. Jetzt muss endlich auch die Landeshauptstadt nachziehen – zumal die sich den Klimaschutz riesengroß auf die Fahnen geschrieben hat.

 Wenn der Bund dem Seehafen Kiel mit einer Befreiung von der Öko-Strom-Umlage dabei entgegenkommen will, ist das zu begrüßen. Doch wer wirklich etwas tun will für Umwelt und Gesundheit, der darf staatliche Hilfen nicht zur Bedingung erklären. Das hat Hamburg vorgemacht. Ja, es wäre schön, wenn die Häfen im Ostseeraum sich auf einheitliche Regelungen beim Landstrom verständigen würden, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Darauf jedoch zu warten, wäre unverantwortlich,

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