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Meinungen Sebastian Ernst zu den Studentenzahlen
Mehr Meinungen Sebastian Ernst zu den Studentenzahlen
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06:22 15.10.2019
Von Sebastian Ernst
Sebastian Ernst kommentiert die steigenden Studentenzahlen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Nach dem Abi direkt an die Uni? Für viele ist das der selbstverständliche Weg. Schon von jüngeren Schülern hört man, wie sie sich Gedanken über ihren späteren Numerus Clausus machen. Das Studium scheint für Eltern und Schüler der Königsweg zur Bilderbuchkarriere. Da wird nur das Gymnasium als Schulform akzeptiert. Grundsätzlich ist der Tenor: Nur wer zumindest ein Bachelor-Zeugnis in den Händen hält, wird es zu etwas bringen. Dass sich Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer über eine fehlende Wertschätzung der Ausbildung beschweren, ist da nur allzu verständlich.

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Die Betriebe suchen händeringend nach Auszubildenden. Dass immer mehr Schüler Abitur machen und damit die Allgemeine Hochschulreife bescheinigt bekommen, stärkt ihre Position nicht unbedingt. Wer an die Uni darf, will meistens auch dorthin. Auch das Angebot wird immer breiter: Studiengänge wie Entrepreneurship in digitalen Technologien oder Robotics and Autonomous Systems klingen nach Zeitgeist und Zukunft. Verwaltungsfachangestellte oder Lagerist möglicherweise nicht für jeden.

Doch die Universität ist nicht unbedingt der Schlüssel zum Glück, und nicht jeder Akademiker-Lebenslauf verläuft der erhofften Karriereleiter entlang nach oben. Rund ein Drittel der Bachelorstudenten bricht das Studium ab. Viele Hochschulabsolventen finden ihr berufliches Glück in einem fachfremden Bereich. Dass man aber auch mit einer Ausbildung Karriere machen kann, scheinen viele dabei zu vergessen.

Liegt ein Notfall vor, wird priorisiert und werden Patienten, wenn möglich, dorthin geschickt, wo noch ein Bett und vor allem das Personal für die Versorgung vorhanden ist. Auch bei Kindern ist das so. Doch gerade den Kindern sollten wir solch einen Verschiebebahnhof ersparen, meint Heike Stüben.

Heike Stüben 14.10.2019

Der vermeintliche Widerspruch zwischen Angaben des Oberbürgermeisters und des Seehafens zur Kreuzfahrt-Kapazität in Kiel ist schnell aufgelöst. Die Rechnung „210 Saisontage mal drei Liegeplätze macht 630 mögliche Anläufe pro Jahr“ ist nur theoretisch und wird vom Hafensprecher auch so bezeichnet.

Michael Kluth 12.10.2019

Die Gemeinden im Land haben nur wenige Stellschrauben: Sie können mithilfe einiger Abgaben ihre Finanzen aufbessern, sie können bei der Jagdsteuer oder eben der Hundesteuer zulangen. Und doch bringt das insgesamt wenige Einnahmen.

Florian Hanauer 11.10.2019