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Meinungen Sven Hornung zur Krise der Fischerei
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06:01 23.09.2019
Von Sven Hornung
 Sven Hornung ist Redakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Das wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern. Während der Dorsch-Bestand jahrelang kräftig überfischt wurde, können Wissenschaftler wohl erstmals nachweisen, dass der Klimawandel den Heringsbestand in der westlichen Ostsee massiv belastet. Klar ist aber auch: Die Küstenfischerei gehört zu Schleswig-Holstein wie der Bergbau zu Nordrhein-Westfalen. Und die Geschichte der „Großen Heringsfischerei“ an der Nordsee darf sich an der Ostsee nicht wiederholen. In den 70er Jahren brach sie vor der Westküste zusammen und wurde 1976 geschlossen. Fünf Jahre später erholte sich der Heringsbestand, aber die Fischer hatten sich bereits einen anderen Job gesucht.

Struktur muss erhalten bleiben

Um dieses Szenario an der Ostsee zu vermeiden, sollten jedenfalls Teile der Fischereistrukturen an Land am Leben gehalten werden, und zwar in allen Segmenten. Denn wenn die größten Kutter aufgeben müssten, droht auch den Erzeugergemeinschaften das Aus, von denen wiederum auch die kleineren Betriebe profitieren (Logistik, Bürokratie). Aufgrund der zu erwarteten Quotensenkung 2020 wird sich die Zahl der Fahrzeuge aber nochmals verringern müssen, damit die Rechnung am Ende aufgeht.

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