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Meinungen Tamo Schwarz zum Erfolg des THW Kiel
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20:31 20.05.2019
Von Tamo Schwarz
Foto: Tamo Schwarz
Tamo Schwarz ist Sportredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Ein Titel für Alfred lautete das Ziel. Zwei sind es bereits. Drei Titel? Nicht ausgeschlossen. Alfred Gislason verlässt den THW Kiel im Sommer nach elf Jahren als Trainer, und emotionaler, passender, adäquater als mit einem Final Four im EHF-Cup an der Förde hätte auch Hollywood das Drehbuch seines Abschieds nicht schreiben können.

Vergessen ist die Krise. Zu verdanken hat es der Klub auch Viktor Szilagyi. Der Sportliche Leiter hat den Kieler Kahn wieder flott gemacht, ist Integrationsfigur dort, wo vorher ein Vakuum war. Der Österreicher – unaufgeregt, akribisch – korrespondiert perfekt mit dem Leitbild der Kontinuität. Zwei Trainer in 26 Jahren beweisen das eindrucksvoll. Darum gaben die Verantwortlichen dem Reflex des Trainerrauswurfes nicht nach, hielten an dem Isländer fest – und werden ab sofort belohnt. EHF-Cup statt Champions League? Na und!? Kiel statt Köln? Umso besser! Ein bisschen war dieses Wochenende wie früher: Finalsieg, Siegerehrung, familiärer Frühschoppen in der Forstbaumschule. Das tut gut.

Was die Kieler Handballseele sich noch wünscht? Den ersten Meistertitel seit 2015 zum Beispiel. Ein Rentenvertrag für den emotionalen Leader Domagoj Duvnjak wäre nach dessen Weltklasse-Wochenende nicht übel. Und Alfred Gislason sollte bitte schön als Mentor oder Berater im Verein gehalten werden. Theoretisch müsste Viktor Szilagyi sogar das hinkriegen.

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