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Meinungen Tamo Schwarz zum THW Kiel
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20:06 19.04.2019
Von Tamo Schwarz
Tamo Schwarz kommentiert den Umbau des Handballvereins THW Kiel. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Das neue Kieler Schwarz-Weiß ist transparent. Marc Weinstock, neuer Chef des Aufsichtsrates beim Handball-Rekordmeister THW Kiel, verfolgt eine klare Linie. Bemerkenswert, wie der 52-Jährige eine neue Transparenz einläutet und ihm der Brückenschlag von miesen Zahlen hin zu einem selbstbewussten Kieler Anspruchsdenken gelingt.

Ziel ist die Rückkehr an die europäische Spitze

Oder anders ausgedrückt: Wer es in kürzester Zeit meistert, ein Millionen-Loch zu stopfen, dem ist es auch erlaubt, groß zu denken. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der THW Kiel in der kommenden Saison in die Champions League zurückkehren. Das ist Balsam für klamme Kassen. Mit dem Rumkrebsen an der Ostsee irgendwo um die schwarze Null herum soll es dann allerdings vorbei sein. Das Ziel ist nicht weniger als die Rückkehr in die europäische Spitze.

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Auf der Brücke setzen die Zebras auf Stabilität

Den Weg dorthin soll eine neue Geschäftsführung ebnen. Ein kluger Schachzug: Wo sich sportliche Leitung und Aufsichtsrat erst einarbeiten müssen, setzen die Zebra-Verantwortlichen auf der Brücke auf maximale Stabilität.

Viktor Szilagyi hat mit dem Sagosen-Deal sein Meisterstück gemacht. Ihm zur Seite steht für ein Jahr Sabine Holdorf-Schust. Die Grand Dame des THW ist glänzend vernetzt, intern wie extern geschätzt. Sie kennt den Job, den sie schon einmal von 2009 bis 2013 ausfüllte.

Stallgeruch, Zebra-Vergangenheit, regionale Verwurzelung heißen die tragenden Säulen dieser stabilen Zeitenwende. Die gleichzeitig begonnene Suche nach einem Nachfolger für Holdorf-Schust sollte derselben Statik unterliegen.

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Christian Hiersemenzel 17.04.2019
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