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Meinungen Thorsten Geil zum Zwangsrabatt der SWN
Mehr Meinungen Thorsten Geil zum Zwangsrabatt der SWN
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10:00 06.12.2018
Von Thorsten Geil
Thorsten Geil ist Chefreporter der Kieler Nachrichten in Neumünster. Quelle: Uwe Paesler
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Neumünster

Das ist für Zulieferer der Automobilindustrie ein bekanntes Problem, aber für Lieferanten eines städtischen Unternehmens wie die Stadtwerke Neumünster (SWN) eine neue Erfahrung.

Die SWN verbreiteten am Dienstag den Eindruck, wirtschaftlich den Turnaround geschafft zu haben und kündigten nach zwei Verlustjahren für 2019 wieder schwarze Zahlen an. Aber wie hoch ist der Preis? Gründlicher als die SWN kann man nämlich seinen Ruf in der örtlichen Wirtschaft kaum ruinieren. Die Knechtung der Lieferanten nach dem Motto „Friss, Vogel, oder stirb“ ist das eine, aber richtig katastrophal wird die Aktion durch die Art und Weise, in der die SWN das angezettelt haben. So geht man einfach nicht mit seinen Geschäftspartnern um. Die meisten von ihnen beziehen übrigens ihren Strom, ihr Gas und ihre Datenleitung vermutlich von den SWN – das macht man nämlich so in einer überschaubaren Kommune. Die SWN ziehen den Abschlag aber ganz fix vom Konto ein – wehe, man möchte drei Monate später zahlen.

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Kurzfristig mag die Hauruck-Aktion dem angeschlagenen Unternehmen eine gewisse Entlastung bringen. Aber was werden die Lieferanten jetzt wohl als erstes tun? Sie werden ihre Preise für den werten Geschäftspartner erhöhen. Am langen Ende wird es für die SWN teurer. Garantiert.

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