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Meinungen Thorsten Geil zum Unfallrisiko A7
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13:41 15.08.2019
Von Thorsten Geil
Thorsten Geil kommentiert das Unfallrisiko auf der A7. Quelle: Uwe Paesler
Kiel/Neumünster.

Wer einmal in den USA mit dem Auto unterwegs war, der fühlt sich schon auf der Rückfahrt vom Hamburger Flughafen in Richtung Kiel wieder im Kriegsgebiet. Auf einem US-Highway fährt man völlig entspannt mit maximal 100 Stundenkilometern auf sieben Spuren und kann dabei auch gern von Atlanta bis Miami ganz links fahren; es gibt kein Rechtsfahrgebot und keine Lichthupenraser, man darf auch rechts überholen. Auf der deutschen Autobahn wird dagegen rücksichtslos gerast - weil man es kann.

Die Frage nach einem Tempolimit ist in Deutschland ein grundsätzliches Thema und muss in der Mitte der Gesellschaft diskutiert und letztlich in Berlin entschieden werden. Aber ein paar elektronische Schilder über der Fahrbahn mit Warnhinweisen und Tempolimits hätten auf tieferer Ebene beim Multi-Millionen-Ausbau der Autobahn 7 eingeplant werden können. Und sie hätten einfach drin sein müssen. Sie jetzt nachzurüsten, wäre immer noch sinnvoll, würde aber viel teurer. Hier wurde am falschen Ende gespart. Warum hat niemand auf die Praktiker von der Autobahnpolizei gehört?

Die aber müssen bei ihrer Arbeit für uns alle bestmöglich geschützt werden. Mit Blaulicht und Karacho auf eine Unfallstelle zuzurasen, ist kein Vergnügen und unter Umständen lebensgefährlich. Die Landesregierung muss jetzt schlicht mehr Streifenwagen auf die Straßen bekommen. Sonst ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Polizeibeamter auf der Autobahn von einem Raser umgenietet wird. Das muss vermieden werden. Um jeden Preis.

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