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Meinungen Tilmann Post zum Bike Sharing System
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12:06 23.05.2019
Von Sven Hornung
Tilmann Post zum Bike Sharing System.
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Kiel

Denn damit die Bikesharing-Idee ein Erfolg wird, müssen auch alle mitmachen. 10 000 Euro pro Ausleihstation sind aber kein Pappenstiel für die Etats der Städte rund um Kiel. Und mit einem Stützpunkt in Eckernförde, Rendsburg oder Plön ist es nicht getan. 

Das System muss attraktiv sein, damit es genutzt wird. Das bedeutet, dass der Bahnhof oder ein Buslinien-Knotenpunkt von möglichst vielen Orten der Stadt mit dem Leihfahrrad erreichbar sein muss. So kommen schnell hohe Beträge zusammen. In kleineren Gemeinden aus dem Umland mag noch eine Station ausreichen. Doch selbst das würde für viele einen Klimmzug darstellen. Wenn die Kommunalpolitiker in der Region kein Geld für die „Sprottenflotte“ locker machen wollen, wird sie zu einem auf Kiel beschränkten Rohrkrepierer.

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Doch das droht, denn die Mitglieder der Ratsversammlungen und Gemeindevertretungen werden sich die Investition gut überlegen. Wenn die flotten Räder am Ende nicht genutzt werden, müssten sie sich anhören, Geld aus dem Fenster geworfen zu haben. Dem Anbieter Nextbike kann das egal sein, der bekommt ohnehin seine mit der Kiel-Region vertraglich festgelegte Summe. Vielleicht sollte zu denken geben, dass ein kommerzieller Anbieter das Wagnis auf eigene Rechnung gar nicht erst eingehen würde.

Bastian Modrow 23.05.2019