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Meinungen Frank Behling zu den Kanalfähren
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21:18 26.11.2018
Von Frank Behling
Frank Behling ist Redakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Viele Konzepte für die Autos und Schiffe von morgen wurden in Deutschland entwickelt. Die Umsetzung hat die Politik hier aber verschlafen. Bei den Zukunftsprojekten fällt Deutschland deshalb weiter zurück.

Während Bundespolitiker Visionen von autonomen Autos und Flugtaxen durch Talkshows tragen, ist der Blick für die Realität irgendwie abhanden gekommen. In der Automobilindustrie droht deshalb der Verlust der Führungsposition. Auf dem Wasser sieht es außerhalb der Kreuzfahrtbranche nicht besser aus. Gerade hat die Meyer Werft ihr neues Aida-Schiff in den Niederlanden mit LNG volltanken lassen. In Deutschland ist das undenkbar. Genehmigungen, Umweltauflagen und der Dienstweg durch das föderale Dickicht an Zuständigkeiten treibt jeden Entwickler mit einer Zukunftstechnologie ins Ausland.

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In Skandinavien sind Hybrid-Lösungen, LNG und Elektrofähren heute schon Realität. Nicht ohne Grund hat der deutsche Technologiekonzern Siemens Norwegen ausgewählt, um die neue Batteriefabrik für maritime Anwendungen zu bauen. Die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft funktioniert dort effizient und profitabel. Daran mangelt es in Deutschland. Deshalb werden die Kanalfähren jetzt in Estland gebaut.

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