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Meinungen Ulf B. Christen zum Brandbrief des UKSH
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zum Brandbrief des UKSH
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10:01 17.11.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Ulf B. Christen ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

In einer zweiten Welle erhöhen jetzt die Direktoren der Kliniken und Institute mit einem offenen Protestbrief den Druck auf die Politik. Dieses Schreiben ist aber mehr als ein weiterer geschickter Scholz-Schachzug. Das Land muss sich noch stärker auch finanziell um sein Klinikum kümmern.

Mehr Hilfe braucht das UKSH vor allem, weil sich die regionalen Rahmenbedingungen für die Spitzenmedizin verändert haben. Das reiche Hamburg päppelt sein Universitätsklinikum Eppendorf bereits seit Jahren. Demnächst könnte das UKE das in Norddeutschland führende UKSH überholen. Die Landesregierung wäre also gut beraten, das UKSH zu stärken. Es ist schließlich einer der wenige Leuchttürme im „echten Norden“.

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Ein erster Schritt könnte die Komplett-Übernahme der UKSH-Altschulden von gut 450 Millionen Euro sein. Das würde die landeseigene Klinik entlasten. Allerdings sollte auch das UKSH seine Hausaufgaben machen und gemeinsam zumindest mit dem UKE eine Arbeitsteilung anstreben.

Überraschend in dem Protestbrief ist die Klage darüber, dass das UKSH seine Modernisierung aus der Effizienzrendite und damit gleichsam selbst bezahlen soll. Genau das hatte Scholz 2014 versprochen und sich so den Segen des Landtags gesichert. Vermutlich war auch das nur ein Schachzug.

Michael Kluth 17.11.2018
Tamo Schwarz 16.11.2018
Silke Rönnau 16.11.2018
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