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Meinungen Ulf B. Christen zum Kunstrasen
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11:00 22.03.2019
Von Ulf Billmayer-Christen
Ulf Billmayer-Christen ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wenn eine Studie des angesehenen Fraunhofer-Instituts Kunstwiesen als eine Hauptquelle für Mikroplastik in der Umwelt ausmacht, müssen die neuen Fakten und auch die alte Förderpolitik des Landes für Plastik-Plätze auf den Prüfstand.

Schnellschüsse oder Panikmache sind dagegen nicht angebracht, zumal viel auf dem Spiel steht. Viele Kinder und Jugendliche können nur dank eines Kunstrasens ganzjährig kicken, weil der traditionelle Rasenplatz im Winterhalbjahr schnell zum Fußball-Acker wird. Dieses Sport-Licht ist den Grünen wenn auch spät aufgegangen. Die Wunsch- und Prüfliste der Parteichefin Ann-Kathrin Tranziska soll einen radikalen Parteitagsantrag ersetzen, mit dem die Öko-Partei Kunstplätzen die rote Karte gezeigt hätte.

Klar ist bereits, dass es eine Bio-Alternative zum umweltgefährdenden Plastik-Granulat gibt, nämlich Kork. Der Stoff ist im Gegensatz zu Gummi und Kunststoff abbaubar und wird bereits jetzt von vielen Kommunen und Sportvereinen in Schleswig-Holstein eingesetzt. Ein Kantersieg des Korks ist allerdings nicht unproblematisch. Der nachwachsende Rohstoff muss importiert werden und die Kapazität des Hauptlieferanten Portugal ist begrenzt. Kurzum: Städte und Sportvereine sollten sich darauf einstellen, dass die Preise für Öko-Kunstwiesen steigen.

Den Videobeweis sehen also auch alle Holstein-Fans ab kommender Saison nicht mehr nur am Fernseher. Ab Sommer wird der Fußball auch in der Zweiten Liga dank Zeitlupe für den Schiri „gerechter“.

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