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Meinungen Ulf B. Christen zur Strandbahn
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06:00 13.06.2019
Ulf B. Christen ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Verkehrsminister Bernd Buchholz hat sich bei der Strandbahn ein doppeltes Kompliment verdient. Das erste dafür, dass er das Projekt vor drei Monaten auf Eis legte, weil die Kosten explodierten. Und das zweite Kompliment dafür, dass er die Bahn frei macht für die Reaktivierung der Strecke, weil sie laut Gutachten trotz der Mehrkosten wirtschaftlich Sinn macht. 

Der Minister muss jetzt dafür sorgen, dass die Strandbahn zügig kommt. Die fast fertigen Unterlagen für die Verlängerung der bisher nur bis Kiel-Oppendorf fahrenden Bahn müssen schnell in die Planfeststellung. Und danach muss die Eisenbahngesellschaft AKN als bisher nicht immer glücklicher Bauherr Schienennägel mit Köpfen machen und die Trasse runderneuern.

Schnelle Eröffnung muss das Ziel bleiben

Daran muss auch die Jamaika-Regierung ein Interesse haben. Die Strandbahn ist absehbar die einzige zusätzliche Bahnverbindung, die Buchholz bis zum Ende der Wahlperiode 2022 eröffnen kann. Das ist in Zeiten, in denen alle das Klima schützen wollen, das Minimalziel.

Reichlich Beifall dürfte Buchholz auch aus Kiel und der Probstei bekommen. Dort setzen viele Bürger(meister) auf die Strandbahn, weil sie ein Schlüsselprojekt für einen modernen und ökologischen Nahverkehr ist. Den Kritikern, darunter dem einflussreichen CDU-Landtagsabgeordneten Werner Kalinka, sei gesagt: Der bisherige Busverkehr ist gut, aber eine Strandbahn ist besser.

Von Ulf B. Christen

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