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Meinungen Ulf B. Christen zu den Akku-Zügen
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10:09 13.05.2019
Ulf B. Christen kommentiert den geplanten Kauf von Akku-Zügen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Insofern bleibt zu hoffen, dass der Landtag das Vergabeverfahren zügig abschließen und die Öko-Züge demnächst bestellen kann.

Ein Restrisiko bleibt allerdings auch bei Akku-Zügen. Gemeint ist deren begrenzte Reichweite. Die erste Generation der High-Tech-Wagen machte nach nur 30 Kilometern schlapp. Das Nachfolgemodell soll 100 Kilometer schaffen. Das wäre auch nötig, damit Züge auf der Strecke Kiel-Lübeck nur am Start- und Zielbahnhof an die Steckdose müssen. Ansonsten überzeugt die Akku-Lösung, weil die Züge auch dann einsetzbar sind, wenn der Bund weitere Strecken in Schleswig-Holstein elektrifizieren sollte.

Die innovativere Lösung wäre zweifelsohne die Wasserstoffbahn. Gerade im Windland Schleswig-Holstein mangelt es nicht an dem nötigen Öko-Strom, um Wasserstoff herzustellen. Ein Einstieg in diese Technologie würde aber einen Systemwechsel im Bahnverkehr bedeuten. Das wäre heikel und hätte zudem einen hohen Preis. Die Wasserstoff-Züge sind derzeit noch teurer als die Akku-Alternative und fahren wohl auch deshalb als erstes in Niedersachsen, weil der Hersteller Alstom in Salzgitter produziert.

Von Ulf B. Christen

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