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Meinungen Ulf Christen zu von Sayn-Wittgenstein
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20:26 04.12.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Ulf Billmayer-Christen ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Die AfD wirft derzeit bundesweit braunen Ballast ab, um nicht stärker ins Visier des Verfassungsschutzes zu geraten und damit bürgerliche Wut-Wähler zu verschrecken.

In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob die Trennung von der adligen Frontfrau in einen Grabenkrieg in der Nord-AfD mündet. Sayn-Wittgenstein hat nicht nur in Dresden einen Fan-Club, sondern auch in Schleswig-Holstein einige Anhänger. Sie könnten Oberwasser bekommen, falls die Bundes-AfD der Fürstin nicht umgehend das Parteibuch abnimmt. So oder so: Die AfD präsentiert sich wahrlich nicht als Alternative für Deutschland, sondern als Tollhaus, in dem Rechtspopulisten mit Rechtsradikalen ringen.

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Auch die Rest-Fraktion im Landtag gibt kein gutes Bild ab. Sie hätte Sayn-Wittgenstein, die monatelang Fraktionssitzungen schwänzte, schon längst vor die Tür setzen müssen. Stattdessen verteidigten die vier Männer im Landtag Hass- und Hetzkommentare ihrer Landesvorsitzenden. Am kommenden Mittwoch beginnt die letzte Parlamentssitzung in diesem Jahr. Mal sehen, ob die Rest-Fraktion moderater auftritt – oder die alten Parolen verbreitet. Für die AfD geht es, um es mit dem Namen der Noch-Landeschefin zu sagen, um Sayn oder Nicht-Sayn.

Heike Stüben 04.12.2018
Michael Kluth 03.12.2018
Ulf Billmayer-Christen 03.12.2018