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Meinungen Ulf B. Christen zum Hilfspaket für Bildung
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zum Hilfspaket für Bildung
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07:20 06.06.2014
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Mit dem geschickten politischen Schachzug löst die Regierung allerdings das Grundproblem nicht. Das ist die schlechte Nachricht. Die Regierung ist dabei, das Schulsystem an die Wand zu fahren, weil sie einerseits die nach der Schuldenbremse nötige Sparquote vor allem bei den Lehrerstellen erbringt und andererseits den Not leidenden Lehranstalten zugleich immer mehr und neue Aufgaben aufbürdet. Das fängt bei kleinen Mehrbelastungen wie etwa Plattdeutsch in Grundschulen an, geht über den Aufbau von Mini-Oberstufen an Gemeinschaftsschulen weiter und endet beim Mega-Ziel der Inklusion.

Gewiss: All diese Projekte machen Sinn. Aber sie lassen sich unter dem Diktat der Schuldenbremse nur mit Abstrichen umsetzen. Die Landesregierung wird also Korrekturen vornehmen und die Schule stärker auf ihre Kernaufgabe beschränken müssen. Andernfalls ist das Hilfspaket nur ein Strohfeuer, nach dem es den Schulen schlechter geht als zuvor.