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Meinungen Ulf B. Christen zur HSH Nordbank
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10:06 28.11.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Ulf B. Christen kommentiert den Verkauf der HSH Nordbank. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Die Lebensversicherung für die HSH in Kiel läuft mit der Privatisierung der Nordbank heute aus. Bisher garantierte der Staatsvertrag mit Hamburg einen Doppel-Standort und damit viele Top-Arbeitsplätze auch in Kiel. Künftig entscheiden allein die neuen Besitzer, wo und wie sie ihre Bankgeschäfte abwickeln. Im Visier haben Cerberus & Co dabei die Elbmetropole. Das zeigt schon der geplante Namenswechsel des Kreditinstituts. Aus der Nordbank soll die Hamburg Commercial Bank werden.

Für Kiel und die gesamte Region ist das eine bittere Botschaft, auch wenn sie nicht überraschend kommt. Hamburg ist der unumstrittene Bankenplatz in Norddeutschland. Schon die HSH-Spitzenbanker hatten hinter vorgehaltener Hand stets durchblicken lassen, dass sie lieber in der schmucken Zentrale nahe der Hamburger Mönckebergstraße Geschäfte machen als in dem betagten Hochhaus am Kleinen Kiel. Die US-Investoren dürften es ähnlich sehen und werden das im Gegensatz zu den HSH-Bankern über kurz oder lang auch offen sagen.

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Leidtragende sind zuallererst die HSH-Mitarbeiter in Kiel. Sie haben keine Schmuddel-Geschäfte eingefädelt, müssen nun aber persönlich mit ihrem Job haften. Ihr Frust über den Verkaufsvertrag ist verständlich. Aber eine neue Lebensversicherung für den Standort Kiel wollte und konnte das Land angesichts des HSH-Milliarden-Flops nicht abschließen. Schon jetzt kostet jeder Nordbank-Arbeitsplatz in Kiel den Steuerzahler umgerechnet fast zehn Millionen Euro.

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