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Meinungen Ulf B. Christen zur Sanierung des UKSH
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zur Sanierung des UKSH
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07:29 01.10.2014
Von Ulf Billmayer-Christen
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Die neuen Zentralkliniken in Kiel und Lübeck fallen großzügiger aus als geplant. Sie wirken nicht wie ein Krankenhaus, sondern fast schon wie eine Wellness-Oase.

Für das UKSH nähert sich damit ein Albtraum dem Ende. Die Kliniken in Kiel sind bereits seit Jahren so marode, dass sie für Patienten und Personal kaum noch zumutbar sind. Deshalb war es höchste Zeit, bei der Sanierung Nägel mit Köpfen zu machen.

Ärzte, Krankenschwestern und Pflegekräfte brauchen vernünftige Arbeitsbedingungen. Spitzenmediziner können nicht auf Dauer in Bruchbuden praktizieren.

Die Wunderheilung des UKSH ist allerdings nicht frei von Nebenwirkungen. In der Bauzeit, also in Kiel fünf lange Jahre, werden Patienten und Mitarbeiter leiden. Das ist bitter, lässt sich bei einer Runderneuerung im laufenden Betrieb aber nicht vermeiden. Den Beschäftigten wird zudem ein Sonderopfer abverlangt. Sie müssen die Sanierung ihres Arbeitsplatzes durch Personalabbau mitfinanzieren. Hier ist das Land als Eigentümer des UKSH gefordert. Es muss sicherstellen, dass die Mitarbeiter sich künftig nicht krank schuften.

Ein Risiko bleibt trotz Schutzklauseln. Ob die Sanierung sich wirklich selbst finanziert, ist fraglich. So oder so sind die Steuermillionen beim UKSH gut angelegt.