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Meinungen Ulf B. Christen zur Schönberg-Strandbahn
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zur Schönberg-Strandbahn
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10:00 08.03.2019
Von Ulf Billmayer-Christen
Ulf B. Christen kommentiert die Schönberg-Bahn. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Einen Blankoscheck darf es auch für wichtige und sinnvolle Verkehrsprojekte nicht geben. Deshalb sollte das Land zügig klären, wieso die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Kiel und dem Schönberger Strand deutlich teurer wird und ob die Mehrkosten von gut 40 Prozent wirklich das Ende der Fahnenstange sind. Auf den Prüfstand sollte dabei auch die Arbeit des Bauherrn AKN. Es ist schwer zu glauben, dass die Eisenbahnexperten erst zum Abschluss des Planungsverfahrens schwere Mängel am Gleis-Unterbau bemerkt haben.

Am Ende des Kostenchecks muss die Regierungskoalition politisch entscheiden. Dabei deutet sich wie jetzt schon beim Wolf, dem Schleier-Verbot oder dem Klimaschutz ein Konflikt an. Bei CDU und FDP, deren Spitzenleute ebenso wie Verkehrsminister Bernd Buchholz im Speckgürtel um Hamburg wohnen, wird seit Langem über die Kieler Strandbahn geschmunzelt. Die Grünen sehen das zu Recht anders. Die Reaktivierung der Strecke ist ein - wenn auch kleiner - Beitrag zur nötigen Verkehrswende.

Es bleibt die Hoffnung, dass die Koalition nicht kurz vor dem Ziel die Notbremse zieht. Auch CDU und FDP sollten alles versuchen, um das Projekt auf die Gleise zu setzen und mehr Autofahrer zum Umstieg auf die Bahn zu bewegen. Voraussetzung dafür sind zwei Dinge. Der öffentliche Nahverkehr muss bezahlbar sein. Hier ist die Koalition mit Semesterticket & Co schon auf einem guten Weg. Noch wichtiger ist aber ein Netz mit attraktiven Angeboten - wie einer Strandbahn.

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