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Meinungen Ulrich Metschies zur Windkraft in SH
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zur Windkraft in SH
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08:45 05.09.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies Quelle: KN

Sollte sich an der Gemengelage von Genehmigungswirrwar, Klageflut, Flächenknappheit und Ausbaudeckel nicht zügig etwas ändern, könnten bei unseren Windanlagenbauern bald die Lichter ausgehen – wie zuvor schon bei den heimischen Herstellern von Solarmodulen.

Zugegeben: Es passt nicht recht zum Wehklagen der Branche, wenn in Schleswig-Holstein mit seinem Ausbaumoratorium 125 Windräder genehmigt sind, deren Inbetriebnahme jedoch auf sich warten lässt. Daraus jedoch sollte niemand schließen, die Investoren würden trödeln. Ein ganzer Strauß von Gründen kann dazu führen, dass Projekte feststecken. Ein Bremsklotz sind Naturschutzklagen, mit denen längst nicht nur etablierte Öko-Verbände Windprojekte bekämpfen. Hinzu kommen Verzögerungen aufgrund von Lieferzeiten für die Technik. Nicht zu vergessen: Vom Zeitpunkt der Genehmigung an haben Investoren drei Jahre Zeit, um ihre Windparks ans Netz zu bringen.

Natürlich: Die Windbranche hat Fehler gemacht. Fehler, die wie im Fall Senvion fatale Folgen hatten. Sie ist aber nicht schuld daran, dass ihr Heimatmarkt am Boden liegt. Das hat die Politik zu verantworten, vor allem die im Bund. Vom Berliner Windgipfel müssen heute also klare Aufbruchsignale kommen, wenn Deutschland noch in der Lage sein soll, seine Klimaziele aus eigener Kraft zu erreichen.

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