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Meinungen Ulrich Metschies zu Gewalt in Zügen
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zu Gewalt in Zügen
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10:00 25.01.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Redakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Zu den illegalen zählen in zunehmendem Maß Übergriffe auf Mitmenschen, vorzugsweise auf diejenigen, die sich für einen geregelten Ablauf des öffentlichen Lebens einsetzen: Polizisten, Busfahrer, Zugbegleiter, Sicherheitspersonal auf Bahnhöfen, Behördenmitarbeiter. Auch Fahrkartenkontrolleure, wie gerade in Kiel geschehen, können schnell zum Opfer entfesselter Aggressionen werden. Bitter, wenn Respektlosigkeit sich in physischer Gewalt entlädt. Doch oft kaum weniger schlimm sind die unzähligen Pöbeleien und schlimmere Herabwürdigungen bis hin zum Bespucken.

Kurzfristig lässt sich die Entwicklung nur in den Griff bekommen, indem potenziellen Tätern klar signalisiert wird: Hüte Dich! Mehr Personal, konsequente Videoüberwachung, engmaschiges Konflikt- und Deeskalationstraining für Beschäftigte im öffentlichen Raum. All das sind Maßnahmen, die die Sicherheit verbessern, aber das Problem nicht lösen. Langfristig hilft nur, die Ursachen für kollektiven Überdruck anzugehen: Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit, fehlende Bildungschancen.

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Zu allgemein? Die Regierenden könnten auch schnell Druck aus dem Kessel nehmen: Macht Alkohol teurer! Gerade in Händen von Jugendlichen wird er zum Brandbeschleuniger, der Frust verwandelt in Lust an Gewalt.

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