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Meinungen Ulrich Metschies zum Stellenabbau
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12:15 05.10.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Übersetzt aus dem Banker-Sprech bedeutet „Hausaufgaben machen“: Kosten senken. Um das zu erreichen, wird auch Stefan Ermisch nicht mehr einfallen, als Arbeitsplätze zu streichen.

Nach der Privatisierung der HSH Nordbank muss der Chef der Bank, die heute im Firmennamen nur noch Hamburg nennt, kaum noch einen öffentlichen Aufschrei befürchten, wenn mal wieder Jobs auf der Strecke bleiben. Bei der Bank mischt Cerberus mit, jener US-Finanzinvestor, der sich unter dem Namen „Freedom Group“ ein Konglomerat von Waffenherstellern zusammengekauft hat. Was soll man da anderes als Profitstreben erwarten.

Armseliges Verständnis von Unternehmertum

Natürlich steht die Bank unter Druck. Nur wenn sie bis 2022 gute Zahlen abliefert, darf sie den existenziell wichtigen Wechsel vom öffentlichen in das private Einlagensicherungssystem vollziehen. Wenn einem Management aber nichts besseres einfällt als Stellenabbau, dann ist das ein armseliges Verständnis von Unternehmertum.

Der Abbau dürfte vor allem das Kapitalmarktgeschäft betreffen, bei dem Kiel ohnehin keine Aktien mehr hat. Ein schwacher Trost für den einstigen Landesbank-Sitz, der künftig nur noch Dienstleister für Hamburg sein darf.

Schnelles Internet, Infrastrukturausbau oder Investitionen in die Energiewende: Dass Deutschland dafür Geld in die Hand nehmen muss, ist unter Ökonomen unstrittig. Die Grünen wollen die Schuldenbremse lockern. Schulden aufzunehmen kann aber nicht die Lösung sein.

Anne Holbach 05.10.2019

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