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Meinungen Ulrich Metschies zur Bahn-Job-Offensive
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10:00 07.02.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Doch Einsichten müssen ja nicht innovativ sein, oft reicht es schon, dass sie richtig sind. Also: Mit ihrer Job-Initiative ist die Bahn auf dem richtigen Weg.

Über Jahrzehnte hat der Bund als Eigentümer tatenlos mitangesehen, wie das größte Bahnunternehmen Europas auf Verschleiß fuhr – technisch und personell. Der Preis ist ein Qualitätsabsturz, der die Bahn zu einem Mobilitätsunternehmen hat degenerieren lassen, das viele Kunden nur noch in Anspruch nehmen, wenn es gar nicht anders geht.

Natürlich lassen sich Verspätungen, Zugausfälle, kaputte oder verdreckte Toiletten und peinlich schlechte Fahrgastinformationen nur in den Griff bekommen, wenn man mehr Mitarbeiter einstellt. Die Frage ist aber, ob es der Bahn auch gelingt, die allein in diesem Jahr im Norden gesuchten 3000 neuen Kollegen auch zu finden. Nicht alle Menschen, die als Kind gefesselt waren von der „Lesemaus“-Ausgabe 48 („Ich habe einen Freund, der ist Lokführer“), träumen auch mit 19 noch von diesem Job. Auch andere Bahn-Berufe entsprechen nicht unbedingt den gängigen Vorstellungen von Arbeitszeit, Bezahlung und Stressbelastung. Punkten auf einem leergefegten Arbeitsmarkt kann die Bahn nur, wenn sie in der Praxis als Arbeitgeber zumindest halb so cool ist, wie sie in der Werbung rüberkommt.

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