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Meinungen Ulrich Metschies zu den Bauern in Not
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zu den Bauern in Not
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21:57 03.01.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies kommentiert das Hilfsprogramm "Landwirte in Not". Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Es gibt Hilfsangebote, die kann man nur segensreich nennen. Das Programm "Landwirte in Not" gehört fraglos dazu. Bauern haben den Ruf, über alles und jedes zu jammern. Doch wenn es um den eigenen Seelenzustand geht, zieht der gestandene Landwirt das Schweigen vor: Das krieg’ ich schon alleine hin. Und überhaupt: Was sollen denn die Nachbarn sagen?

Und so wird oftmals viel zu spät offenkundig, dass hinter der Fassade eines funktionierenden Hofes das blanke Elend heranwächst, gespeist aus einer vielschichtigen Mixtur aus gesundheitlichen, familiären und beruflichen Problemen. Leidtragende sind nicht nur die Familienangehörigen, die generationsübergreifend den Hof am Laufen halten, sondern oft auch die Tiere, denen Vernachlässigung droht, wenn der Betriebsinhaber überfordert ist.

Gemeinsam wollen Landesregierung, Bauernverband, Landwirtschaftskammer, Kirche und Sozialversicherung das Tabuthema Bauer in Not aus der Versenkung holen. Zwei Jahre nach dem Start des Projektes kann man zwar noch nicht behaupten, dass dieses Ziel erreicht ist - aber die Richtung stimmt, die Hilfe wird angenommen.

Doch genau hier muss Kritik ansetzen: Ein Projekt, das Jahr für Jahr mehr als 200.000 Euro an Steuergeldern verbraucht, muss Erfolge vorweisen, die messbar sind. Natürlich ist es schwierig, ein Hilfsangebot zu evaluieren, dessen Stärke die niedrige Hemmschwelle ist. Dennoch sollte die nächste Bilanz auch handfeste Zahlen liefern.

Für die fast 3000 TKMS-Beschäftigten ist der Fregatten-Auftrag aus Ägypten eine gute Nachricht, sichert er doch bis weit ins nächste Jahrzehnt die Arbeitsplätze. Gleichwohl hat das Geschäft einen Beigeschmack, meint Ulrich Metschies.

Ulrich Metschies 03.01.2019

Das furchtbare Zugunglück in Dänemark sollte uns allen eine Lehre sein, meint Christian Longardt. Es ist im Zweifel besser, einmal mehr eine Brücke komplett zu sperren als einmal zu wenig.

Christian Longardt 02.01.2019

Die Auftragsbücher sind voll, die Firmen in Schleswig-Holstein wollen noch mehr Beschäftigte einstellen. Das wird nur gelingen, wenn die der Politik es schafft, die europäischen und globalen Zentrifugalkräfte wieder in den Griff zu bekommen, meint Ulrich Metschies.

Ulrich Metschies 02.01.2019