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Meinungen Ulrich Metschies zum Fachkräftemangel
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10:00 01.06.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies kommentiert den Fachkräftemangel. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wie schön wäre es, könnten wir Probleme mit Erklärungen aus der Welt schaffen, mit Initiativen, Netzwerken und runden Tischen. Der Fachkräftemangel ist ein Problem, bei dem das offenkundig nicht funktioniert.

Wussten Sie, dass es seit 2012 die Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein gibt? Macht nichts, muss man nicht kennen. Der Effekt ist bis heute gleich null. Nun wird die bis zur Handlungsunfähigkeit breit aufgestellte "FI.SH" neu ausgerichtet, "organisatorisch verschlankt" und "schärfer fokussiert" auf die Bereiche, in denen es wirklich kneift. Pflege und Ausbildung zum Beispiel, Schulbildung, Integration von Zuwanderern.

Doch es hilft wenig, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren, wenn wichtige Ansätze zur Lösung des komplexen Problems Fachkräftemangel in Halbherzigkeit ersticken. Ausbildung attraktiver machen? Bezahlung und Arbeitsbedingungen in vielen Mangelberufen treiben den Nachwuchs förmlich ins Studium. Den Übergang Schule-Beruf erleichtern? Bringt den 50.000 wenig, die jedes Jahr in Deutschland die Schule ohne Abschluss verlassen. Ältere und Langzeitarbeitslose besser integrieren? Da muss noch mancher Personalchef über seinen Schatten springen.

Klar müssen wir an vielen Schrauben drehen. Doch das kann nur punktuell Entlastung bringen, solange wir auch auf die Gnadenlosigkeit der Demografie halbherzig reagieren. Mit einem Einwanderungsgesetz, das Fachkräfte nicht einlädt, sondern bürokratische Hürden stehen lässt.

Vor fast einem Jahr startete das millionenschwere Projekt Zusatzstunde für Grundschüler. Heute kann niemand im Bildungsministerium sagen, wie genau das Geld verwendet wird. Das könnte für Ministerin Karin Prien brisant werden, meint Ulf B. Christen.

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