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Meinungen Ulrich Metschies zum HSH-Nordbank-Verkauf
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zum HSH-Nordbank-Verkauf
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10:00 23.10.2017
Von Ulrich Metschies
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Nur wenn den Eigentümern Schleswig-Holstein und Hamburg bis Ende Freitag mindestens ein belastbares Kaufangebot vorliegt, kann der Privatisierungsprozess in die finale Phase gehen. Wenn nicht, wird das letzte Kapitel der einst stolzen Landesbank aufgeschlagen. Die wird ihre Eigentümer so oder so einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten, doch im Fall einer Abwicklung würde die Schlussrechnung dramatisch höher ausfallen als bei einem Verkauf.

Immerhin: Die Chance, dass der Verkauf gelingt, sind heute größer als noch vor einem Jahr. Denn der gesunde Teil der Bank ist gewachsen, der kranke geschrumpft. Musste man sich vor nicht allzu langer Zeit die Frage stellen, warum um alles in der Welt ein Investor sich für die HSH interessieren sollte, ergibt sich heute das Bild einer Bank, die einen Käufer eher mit Chancen lockt als durch Risiken abschreckt.

Gut möglich also, dass die Tür zur Zukunft vorerst offen bleibt. Wie die aussieht, lässt sich bislang jedoch nicht ermessen. Gewiss ist leider nur, dass der Erhalt von Jobs und die Sicherung von Standorten nicht zum Markenkern eines Finanzinvestors zählen.

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