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Meinungen Ulrich Metschies zum möglichen Provinzial-Verkauf
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zum möglichen Provinzial-Verkauf
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07:47 10.12.2012
Von Ulrich Metschies
Kiel

Denn für viele Kassen im Land läuft das Geschäft mehr schlecht als recht, drei werden durch Millionenkredite aus dem Stützungsfonds über Wasser gehalten. Wenn es schlecht läuft 2013, dann drohen die nächsten Problemfälle."
"Das stellt die Solidarität auf eine harte Probe: Die Bereitschaft der großen und ertragsstarken Familienmitglieder, wie der Förde Sparkasse in Kiel, erneut bluten zu müssen, ist begrenzt. Seit Jahren müssen Vorstände und Mitarbeiter der gewinnstarken Sparkassen ansehen, wie ein Teil ihres Erfolges in den Verlustlöchern der Solidargemeinschaft versickert. Die Kassen im Norden bluten ja nicht nur für die HSH Nordbank, sondern auch für andere Altlasten des öffentlich-rechtlichen Verbundes, allen voran die WestLB und die Landesbank Berlin."
"Da ist der Verkauf der Provinzial natürlich eine Versuchung. Doch eine 400-Millionen-Überweisung der Allianz würde die strukturellen Probleme der Nord-Sparkassen nicht lösen. Im Gegenteil: Der Verkauf hätte einen Image-GAU zur Folge, von dem sich die Sparkassen kaum erholen würden."
"Das weiß auch Reinhard Boll. Und so könnte man vermuten, dass der Sparkassenpräsident die Verkaufsstory auch deshalb am Kochen hält, um die Landesregierung davon abzuhalten, durch eine Änderung des Sparkassengesetzes die bärenstarke Haspa als Investor aus dem Norden zu verdrängen.