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Meinungen Ulrich Metschies zur Gastronomie
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09:25 08.11.2019
Von Ulrich Metschies
Wirtschaftsredakteur Ulrich Metschies kommentiert die Lage in der Gastronomie. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Trotz aller Werbeauftritte auf Jobmessen, trotz Imagekampagnen, verkürzter Ausbildungsangebote für Abiturienten und anderer Anreize zur Nachwuchsgewinnung: Das Hotel- und Gaststättengewerbe kommt nicht heraus aus seiner Personalmisere. Im Gegenteil: In Schleswig-Holstein hat sich die Situation in den vergangenen Jahren noch verschärft. 

Gründe dafür gibt es viele. Da ist der Boom der heimischen Touristikbranche, der die Nachfrage nach Köchen oder Servicekräften in die Höhe treibt. Da ist die Konkurrenz anderer Branchen, die vielen jungen Menschen attraktivere Aussichten versprechen. 

Doch vor allem leidet das Hotel- und Gaststättengewerbe noch immer unter einem miesen Image: schlechte Bezahlung, unangenehme Arbeitszeiten, viel Druck, viel Stress, hohe körperliche Anstrengung. Und dabei immer schön freundlich sein. 

Damit sich hier etwas ändert, bedarf es mehr als einer Imagekampagne. Um für Nachwuchs attraktiv zu sein, müssen sich die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen radikal ändern. Dazu muss die Branche - Stütze der gesamten Tourismuswirtschaft - jedoch diesen Teufelskreis durchbrechen: Unterbesetzung schafft stressige Arbeitsbedingungen, stressige Arbeitsbedingungen schaffen hohe Abbrecherquoten, hohe Abbrecherquoten konservieren das schlechte Image, und das verschärft den Personalmangel. Unternehmen, Tarifparteien, Politik, Arbeitsagentur und Kammern: Sie alle sind gefordert, diese Spirale zu durchbrechen.

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