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Meinungen Ulrich Metschies zur Wirtschaftsumfrage
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10:00 02.01.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies kommentiert die Wirtschaftsumfrage der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Volle Auftragsbücher, Erweiterungsinvestitionen, ehrgeizige Einstellungspläne: Die Wirtschaft Schleswig-Holsteins präsentiert sich zu Beginn des neuen Jahres einmal mehr in guter Verfassung. Doch auch wenn die vielen grünen Pfeile in unserer großen Beschäftigungsübersicht von anhaltendem Optimismus künden, zeigt die Wirtschaftsumfrage der Kieler Nachrichten: Das Gros der Unternehmen sieht durchaus erhebliche Risiken für ihre weitere Entwicklung. Da ist vor allem der Fachkräftemangel. Gute Leute halten, heißt da die Devise. Da ist der Brexit, der sich rasend schnell nähert. Sollte es zu einem ungeregelten EU-Austritt der Briten kommen, dann werden die Konsequenzen die Wirtschaft Schleswig-Holsteins treffen, nicht sofort und existenziell, aber sehr wohl über eine ganze Reihe indirekter Effekte.

Da ist der drohende Zerfall internationaler Handelsbeziehungen. So mittelständisch geprägt und regional verankert die meisten Firmen im Norden sind, so global ausgerichtet sind in vielen Fällen die Absatz- und Beschaffungskanäle. Wenn eingespielte Wertschöpfungsketten kaputtgehen, dann bereitet das bereits großen Konzernen Probleme. Für einen Mittelständler können die Folgen existenzbedrohend sein.

Es ist erfreulich, dass fast alle befragten Unternehmen ihren Personalbestand 2019 ausbauen oder halten wollen. Doch diese Planung beruht auch auf der Hoffnung, dass es der Politik gelingt, die europäischen und globalen Zentrifugalkräfte wieder in den Griff zu bekommen.

Das neue Teilhabechancengesetz eröffnet Langzeitarbeitslosen endlich eine Perspektive, mein Karen Schwenke. Damit die Umsetzung gelingt, ist aber vor allem auf Seiten der Arbeitgeber Zeit, Geduld und Herz nötig.

Karen Schwenke 02.01.2019

Ein schwieriges Jahr geht zu Ende. Hoffen wir auf ein besseres 2019. Gedanken von Chefredakteur Christian Longardt zum Jahreswechsel.

Christian Longardt 31.12.2018

Wer eine Verpflichtungserklärung abgibt, muss wissen, worauf er sich damit verpflichtet. Das gilt auch, wenn die Verpflichtungen ganz uneigennützig aus einem humanistischen Impetus heraus eingegangen wird und das Leben von Kriegsflüchtlingen schützen soll.

Heike Stüben 30.12.2018