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Meinungen Wolf Paarmann zu Steffen Weinhold
Mehr Meinungen Wolf Paarmann zu Steffen Weinhold
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08:00 17.09.2013
Von Wolf Paarmann

Der Linkshänder war nicht nur ablösefrei zu haben. Mit ihm kommt ein Spieler, der vielseitig einsetzbar ist und auch in der Deckung seinen Mann steht. Und: Weinhold kennt die Liga aus seiner Zeit in Nordhorn, Großwallstadt und Flensburg bestens.

 Zudem ist er deutscher Nationalspieler, eine Spezies also, an der es dem Branchenprimus oft mangelt. Ein Umstand, der dem THW immer wieder Ohrfeigen von Heiner Brand einhandelt, dem Sportdirektor des Deutschen Handball-Bundes. Wirklich schmerzhaft sind diese zwar nicht, aber auf Dauer eben doch nervtötend.

 Es spricht für Weinhold, dass er einen Weg geht, der nicht steiniger sein könnte. In der Regel machen deutsche Rückraumspieler einen Bogen um den THW, weil ihnen die Konkurrenz zu groß und die Arbeit zu schwer ist. Wer dann auch noch aus Flensburg zum Erzrivalen geht, beweist, dass er diesen Entschluss nicht nur des Geldes wegen gefasst hat. Nicht ausgeschlossen, dass er vom harten Kern der SG-Fans, die in ihrer Abneigung gegen die finanzstärkeren Nordrivalen aus Hamburg und Kiel unversöhnlich sind, für seine Entscheidung abgestraft wird.

 Weinhold entwickelte sich mit Fleiß und leisen Tönen nahezu unbemerkt zu einem Klasse-Handballer. Er will nun ein Kieler werden, um den nächsten Schritt zu machen. Gelingt ihm das, hat der THW alles richtig gemacht. Und Weinhold auch.